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1975 haben sich die Winzer Ludwig Haug und sein Schwager Hannes Deufel entschlossen, wieder Wein in Lindau anzubauen. Sie nahmen so eine über Jahrhunderte währende Tradition auf, die Anfang des letzten Jahrhunderts in Lindau aufgrund schwerwiegender Probleme mit der Reblaus ihr abruptes Ende fand. Heute hat die Rebzüchtung den Kampf gegen die Reblaus gewonnen. Somit ist es der Winzerfamilie Haug möglich, eine der interessantesten Weinbaulagen Deutschland zu bewirtschaften.
Seit Juli 2007 wird nun auf dem Hof Weinbau in der zweiten Generation von Claudius Haug zusammen mit seiner Frau betrieben.
Obwohl Wein schon seit Jahrtausenden kultiviert wird, sind Winzer und Wissenschaftler bis heute auf der Suche nach immer besseren Weinen und einer optimalen Produktionsweise. Auch das Weingut Haug steht nicht still. So wird versucht durch das Anpflanzen neuer (Regent, Solaris, Johanniter) und alter (Maréchal Foch) fast vergessener Rebsorten, höchste Traubenqualität und daraus qualitativ hochwertige Weine sowie umweltschonende Weinproduktion zu vereinen. Die genannten Rebsorten zeichnen sich durch eine Toleranz gegenüber den Hauptkrankheiten im Weinbau (echter und falscher Mehltau) aus. Einen möglichst naturnahen Weinbau zu betreiben, ist das Ziel der Familie Haug. Auf einer Parzelle werden schon seit beinahe zehn Jahren Erfahrungen mit ökologischem Weinanbau gesammelt. Mittlerweile ist die Fläche, auf der nach den Richtlinien von "ecovin" produziert wird, auf 1,5 ha angewachsen.
Höchste Prämisse bei der Weinbereitung ist: Die Qualität wird im Weinberg erzeugt, im Weinkeller muss durch schonende Vinifikation diese Qualität erhalten werden. Moderne und traditionelle Weinbereitung werden hierzu vereint.
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